Beruflicher Hintergrund

AI: gesteuert, geprüft, verantwortet.

Ich bin Thomas Christl, Senior Software Engineer im Bereich Functional Safety. In meiner Freizeit führe ich ein System aus spezialisierten AI-Agenten, das Web-Software entwickelt, prüft und ausliefert. Entwurf, Regeln und Freigaben liegen bei mir, die Umsetzung leisten zu großen Teilen die Agenten.

Werdegang

Beruf
Senior Software Engineer im Bereich Functional Safety bei einem international tätigen Technologiekonzern, seit Februar 2015.
Studium
Bachelor in Elektrotechnik, Hochschule Aschaffenburg.

In eigener Verantwortung

Diese Website und die neue Version von www.tva-1860.de entwickle und betreue ich in meiner Freizeit, unabhängig von meiner Anstellung. Mittel und Ressourcen trage ich für diese Website allein, für die TVA-Website gemeinsam mit dem TVA. Die neue TVA-Website ist noch in der Entwicklung. Unter www.tva-1860.de läuft derzeit die WordPress-Website aus dem Jahr 2017, die ich ebenfalls erstellt habe und betreue.

So arbeite ich

  1. Auftrag und Grenzen

    Ziel, Umfang, Ausschlüsse und Abnahmekriterien lege ich als Arbeitspaket fest.

  2. Orchestrierung

    Ein Orchestrator führt das Paket durch seine Phasen und gibt Aufgaben an spezialisierte Agenten.

  3. Umsetzung

    Ein Agent arbeitet in einem eigenen Worktree auf einem eigenen Branch. Ein neuer Test zählt erst, wenn er einmal rot war.

  4. Unabhängige Prüfung

    Code-Review und Test-Audit laufen in getrenntem Kontext. Wer umgesetzt hat, gibt sich nicht selbst frei.

  5. Nachweis

    Der vollständige Testlauf läuft auf dem eingefrorenen Stand. Wackelnde Tests werden mit einem Stresslauf gemessen.

  6. Freigabe

    Was zusammengeführt und veröffentlicht wird, entscheide ich.

Aus Functional Safety gedacht

Ich arbeite beruflich im Bereich Functional Safety, und diese Denkweise bringe ich in meine AI-Projekte mit: Wer etwas baut, gibt es nicht selbst frei. Eine Aussage gilt, wenn ein Nachweis sie trägt. Autonomie hat festgelegte Grenzen. So arbeite ich in diesen privaten Projekten, aus eigener Überzeugung.

Fünf Kompetenzfelder

Agenten-Architektur

Rollen statt Allzweck-Assistent.

  • Über 25 Agenten mit getrennten Aufgaben und minimalen Rechten: Prüfende Rollen ändern keinen Code.
  • Über 20 Skills mit genauen Auslösekriterien, fester Ausgabeform und klaren Grenzen.
  • Modellwahl als bewusste Festlegung für jede Rolle, nicht als Voreinstellung.
  • Dauerhafter Arbeitszustand: Läufe halten wiederaufnehmbare Checkpoints und werden nach einem Nutzungslimit wieder aufgenommen.

Qualität und Nachweise

Vertrauen entsteht durch Prüfung, auch bei AI.

  • Vier-Augen-Prinzip für AI: Implementierung, Code-Review und Test-Audit sind getrennte Rollen.
  • Über 4.000 automatisierte Tests mit NUnit und Playwright, darunter Contract-Tests, und ein kuratiertes Gate vor jeder Veröffentlichung.
  • Mutationstests: Absichtlich eingebaute Fehler zeigen, ob die Tests sie bemerken.
  • Barrierefreiheit nach WCAG 2.2 AA als Maßstab und SEO, jeweils mit eigenen Prüfrollen und Audits im echten Browser.

Sicherheit und Kontrolle

Autonomie mit festen Grenzen.

  • Kontrollierte Autonomie: Agenten committen auf Feature-Branches. Push, Rebase, Reset, Release und Freigaben sind meine Entscheidung.
  • Agenten-Regeln werden auf versteckte Anweisungen und Unicode-Tricks geprüft, geänderte Dateien auf Geheimnisse. Fremde Inhalte gelten als Daten, nicht als Anweisung.
  • Die Browsertests in der Pipeline und in den Nachweisläufen greifen nicht auf die Live-Datenbank zu.
  • Daten mit Supabase: Row Level Security als Berechtigungsgrenze, versionierte SQL-Migrationen, Edge Functions.
  • Vorfälle werden festgehalten, und aus ihnen entstehen Regeln.

Betrieb und Auslieferung

Viele parallele Arbeiten, ein kontrollierter Weg nach draußen.

  • Über 150 Arbeitspakete mit Abhängigkeiten, Status und parallelen Worktrees.
  • CI/CD mit GitHub Actions und selbst gehosteten Runnern: Veröffentlicht wird nur, was eine Positivliste zulässt und eine unabhängige Prüfung bestätigt, und erst nach grünen Tests.
  • Statische Seiten ohne Framework, mit Zielwerten für Ladezeit und Stabilität.
  • Geteilte Werkzeuge als Git-Submodule für mehrere Repositories.

Wissen und Selbstpflege

Ein Regelwerk, das mitwächst und sich prüfen lässt.

  • Regeln laden abhängig vom Pfad, damit jeder Agent den Kontext bekommt, den er braucht.
  • Dokumentation mit festem Namensschema, Konzepten, Entscheidungsprotokollen, erzeugtem Index und Diagrammen.
  • Aktualitätsprüfung des Regelwerks auf Anforderung gegen externe Quellen, Änderungen daran als eigene Pakete mit eigenem Review.
  • Ein gemeinsamer Kern für mehrere Repositories, mit Versionsständen.

Ergebnisse, die man ansehen kann

Der Vital Insights Tracker, eine Trainings-App, ist ebenfalls so entstanden. Seine Daten sind privat, er ist deshalb nur mit Konto nutzbar.